Eine Gesangsstunde für den VDSt – Burschungsvortrag von Yann Buscher

Seit jeher gehört es zu den Traditionen von Studentenverbindungen gemeinsam Lieder zu singen. Es trägt zur Identitätsbildung und Bildung einer Gemeinschaft bei.
Natürlich ist nicht jedem Studenten die absolute Engelsstimme angeboren und nur kaum einer durchläuft eine Gesangsausbildung in seiner Jugend. Deswegen ist es gerade für Verbindungsstudenten hilfreich, sich seiner Stimme bewusst zu werden und ihr etwas Übung zu verschaffen. Dieser Aufgabe habe ich mich als Musik-Lehramtsstudent gestellt.
Etwas besser zu verwenden, bedeutet es auch zu verstehen, auch aus akademischer Sicht. Aus diesem Grund wurde zu jeder Aufwärm-Übung auch erklärt, welchen Effekt das für unseren Körper hat. Von simpler Körperaktivierung über Atemübungen bis hin zum Lockern der Stimmbänder. Um die Stimmbänder zu verstehen sahen wir uns auch die Anatomie der Stimm-Organe an.
Auch später beim genaueren Einstudieren von Liedern wurde auf die „richtige“ und gesunde Singweise geachtet um die Stimme effektiv und schonend zu nutzen. Wir widmeten uns einer Auswahl von klassischen Studentenliedern und schauten uns sowohl den Text noch einmal genauer an als auch die Melodie und damit auch die zu treffenden Töne. Außerdem gab es auch noch eine kleine Lektion in der rhythmischen Wiedergabe der Lieder.
Denn mit Generationen an Studenten, die Lieder oft durch den Gesang der Bundesbrüder erlernten, schleichen sich mit der Zeit bestimmte Singweisen ein, die zwar schön klingen mögen aber nicht dem Notenmaterial entsprechen. Wir schauten uns also auch die Unterschiede dieser Versionen an.
Des Weiteren erfuhren wir an unmittelbaren Beispielen Phänomene, die beim Singen zu verhindern sind und ermittelten die Ursprünge dieses „Falsch-Singens“ und wie diese eben zu verhindern sind. Für fehlendes Gefühl für richtige Töne beziehungsweise die richtige Tonhöhe kann man simple Melodien mit Vor- und Nachsingen üben und durch Summen an die richtigen Töne annähern.
Eine hauchige Stimme liegt meistens an fehlender Atemkontrolle oder unkoordiniertem Schließen der Stimmlippen und lässt sich meistens durch gezielte Atemübungen oder Flexibilitätsübungen beheben.
Nach all dem theoretischen Wissen und einiger Praxis an bekannten und oft gesungenen Liedern widmeten wir uns noch ein paar weiteren Fragen über Gesang und die Stimme, Fähigkeiten die das Verbindungsleben und aufregende Kneipen ausmachen und ermöglichen sollen.


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Eine Gesangsstunde für den VDSt – Burschungsvortrag von Yann Buscher