RAF-Gescheiterte Revolution oder Terrorismus? – Burschungsvortrag von Mathis Allweyer

RAF
Gescheiterte Revolution oder Terrorismus?

Für fast 30 Jahre terrorisierte die rote Armeefraktion Deutschland. Doch waren sie nur Terroristen oder auch Revolutionäre die versuchten den Staatsapparat der damaligen Bundesrepublik Deutschland zu stürzen, da dieser ihrer Meinung nach faschistoide Tendenzen hatte.
Geschichte
Die RAF entstand aus den Studentenbewegung der 60er Jahre. Als ihr Gründungsdatum gilt die Befreiung Baaders am 14. Mai 1970. Im Anschluss trainierte die Gruppe in einem Camp der palästinensischen Fatah ausbilden.
Zurück in Deutschland bereitete sich die Gruppe für ein Leben im Untergrund vor. Während dieser Zeit veröffentlichten sie auch ihre ersten Schriften um ihre Aktionen und Radikalität zu erklären und rechtfertigen. Sie verübten immer wieder Anschläge wie zum Beispiel die die Mai-Offensive 1972.
Am 1 Juni 1972 konnten Baader und zwei weitere RAF-Terroristen in Frankfurt verhaften werden. In den folgenden zwei Wochen konnten auch Ensslin und Meynhof verhaftet. Die wichtigsten RAF-Mitglieder verlegte in die JVA Stuttgart-Stammheim. In einem extra gebauten Gebäude gegenüber der JVA wurde sie vor Gericht gestellt. Während der Haft versuchten sich die Gefangen immer wieder als Opfer darzustellen gingen in Hungerstreik oder klagten über unmenschliche Behandlungen wie Isolationshaft. Tatsächlich hatten die RAF-Gefangenen deutlich mehr Privilegien wie andere Gefangene. Durch diese Methoden konnte die RAF neue Mitglieder anwerben, die die zweite Generation der RAF bildeten. Diese versuchten häufig mit Geiselnamen die Führungsriege der ersten Generation freizupressen. Seinen Höhepunkt erreichte der Linksterrorismus mit dem Deutschen Herbst. Es wurde der Präsident des Arbeitgeberverbandes Hanns Martin Schleyer und die Lufthansamaschine Landshut entführt. Durch das Eingreifen des GSG 9 konnte die Entführung der Landshut beendet werde. Die Gefangenen in Stammheim begingen daraufhin kollektiven Selbstmord. Hanns Martin Schleyer wurde eine Woche später Tod aufgefunden. Die zweite Generation verübte weitere Anschläge, allerdings hielten sich nach 1978 viele Mitglieder der zweiten Generation im Nahen Osten auf, da sie in Deutschland keine sicheren Quartiere mehr finden konnten. Nach und wurden viele von ihnen verhaftet
Die dritte Generation zeichnete sich besonders dadurch aus, dass ihre Anschläge besser geplant und durchgeführt wurden. Sie wollten nicht mehr ihre Mitglieder freipressen, sondern geplante Angriffe durchführen. Sie kooperierten auch mit anderen linksextremistischen Gruppen. Nur wenige Taten der dritten Generation konnten aufgeklärt werden. Am 20 April 1998 löste sich die RAF selbstständig auf.
Ideologie
Die RAF verstand sich als militärischer Flügel einer noch nicht gegründeten kommunistischen Partei. Sie wollten eine kommunistische Revolution beginnen und sahen den bewaffneten Kampf als höchste Form des Klassenkampfes an. Ihre Strategie war das Konzept der Stadtguerilla. Man will hierbei durch einzelne Aktionen den Herrschaftsapparat schwach dastehen lassen oder komplett außer Kraft setzen.
Revolution oder Terrorismus?
Die RAF sahen sich als Revolutionäre. Sie gingen in den bewaffneten Widerstand um eine Revolution zu starten. Das Grundgesetz gibt einem das Recht zum Widerstand, um die die Einhaltung des Grundgesetzes zu sichern. Allerdings nur wenn andere Abhilfe nicht möglich ist. Die damaligen Gründungsmitglieder der RAF hatten aber noch andere Möglichkeiten. Anfang der 70er Jahre wahr mit der APO eine starke Bewegung dar die viele ihrer Ziele unterstützten. Sie konnte somit versuchen diese auf friedliche Weise erreichen. Das Recht zum Widerstand dient nur zum erhalten oder widerherstellen alten der Ordnung. Die RAF wollte eine kommunistische Revolution starten, somit diese Ordnung und das Grundgesetz abschaffen.
Eine terroristische Organisation dagegen ist eine Gruppe aus zwei oder mehr Personen die terroristische Straftaten ausführt. Terroristische Straftaten sind unteranderem Mord, Körperverletzung, erpresserische Entführung, Sachbeschädigung etc., wenn sie mit dem Vorsatz begangen werden die politischen, verfassungsrechtlichen, wirtschaftlichen oder sozialen Grundstrukturen eines Staates ernsthaft zu erschüttern oder zu zerstören.
Fazit
Die RAF ist eindeutig eine terroristische Organisation gewesen. Sie hat die oben genannten Straftaten begangen um die Strukturen des Staates zu schwächen oder zu zerstören. Die erste Generation versuchte anfangs noch eine Revolution zu starten. Sie scheiterten aber daran die Massen für ihre Sache zu gewinnen.


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RAF-Gescheiterte Revolution oder Terrorismus? – Burschungsvortrag von Mathis Allweyer